Herbstzeit ist Apfelzeit. Ich liebe es, an einem diesigen Samstagmorgen über unseren Bauern-Wochenmarkt zu bummeln und mich dazu verleiten zu lassen, viel zu viel farbenfrohes Obst und Gemüse zu kaufen. An diesem Wochenende kam dabei ein super saftiger Apfelkuchen mit Rührteig heraus, den ich unbedingt mit dir teilen möchte, weil er so einfach und lecker ist.
Welche Äpfel nehme ich für den saftigen Apfelkuchen?
Für Apfelkuchen eignen sich Äpfel besonders gut, die beim Backen weich werden, aber nicht sofort komplett zerfallen. Außerdem darf die Sorte ruhig etwas Säure mitbringen. Der Kontrast zum süßen Kuchenteig schmeckt einfach besser. Ich habe bei diesem Kuchen Boskoop, einen Holsteiner Cox und Elstar verwendet.
Gut geeignet sind zum Beispiel:
- Boskoop
- Elstar
- Braeburn
- Jonagold
- Cox Orange
Zutaten für einen Apfelkuchen
Für eine Springform mit etwa 26 cm Durchmesser brauchst du:
Für den Teig
- 150 g weiche Butter
- 140 g Zucker
- 1 Päckchen Vanillezucker
- 3 Eier
- 200 g Mehl
- 2 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 80 ml Milch
Außerdem
- ca. 800 g Äpfel
- 1 EL Zitronensaft
- 1 TL Zimt
- 1 EL Zucker
- etwas Butter für die Form
- Puderzucker zum Bestäuben
So einfach wird der Apfelkuchen gemacht
Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze vor und fette eine Springform mit etwas Butter ein.
Schäle die Äpfel, viertle sie und entferne das Kerngehäuse. Schneide die Apfelviertel anschließend in dünne Spalten. Gib den Zitronensaft darüber und vermische die Äpfel vorsichtig damit. So werden sie nicht so schnell braun und bekommen gleichzeitig eine ganz leichte Säure.
Für den Teig schlägst du die weiche Butter zusammen mit Zucker und Vanillezucker einige Minuten cremig. Gib anschließend die Eier einzeln dazu und rühre jedes Ei gut unter.
Mische Mehl, Backpulver und Salz miteinander. Gib die Mehlmischung abwechselnd mit der Milch zum Teig und verrühre alles nur so lange, bis ein glatter Teig entstanden ist.
Fülle den Teig in die vorbereitete Springform und streiche ihn glatt.
Jetzt kommen die Äpfel darauf. Verteile die Apfelspalten großzügig auf dem Teig und drücke sie leicht hinein. Es darf ruhig so aussehen, als wären es fast ein bisschen zu viele Äpfel. Genau das macht den Kuchen später so schön saftig.
Mische Zimt und einen Esslöffel Zucker und streue die Mischung über die Äpfel.
Backe den Apfelkuchen auf der mittleren Schiene etwa 45 bis 55 Minuten. Prüfe gegen Ende der Backzeit mit einem Holzstäbchen, ob der Teig durchgebacken ist. Bleibt kein flüssiger Teig mehr daran hängen, ist der Kuchen fertig.
Lass ihn anschließend etwas abkühlen und bestäube ihn vor dem Servieren nach Wunsch mit Puderzucker.
Warum dieser Apfelkuchen so schön saftig wird
Das Geheimnis ist eigentlich ziemlich einfach: Äpfel sparen lohnt sich bei diesem Rezept nicht. Durch die große Menge Obst geben die Äpfel während des Backens Feuchtigkeit an den Kuchen ab. Gleichzeitig sorgt die Butter im Rührteig dafür, dass der Kuchen weich und aromatisch bleibt.
Wichtig ist außerdem, den Teig nach der Zugabe des Mehls nicht minutenlang weiterzurühren. Sobald sich alles verbunden hat, reicht es. So bleibt der Apfelkuchen schön locker.
Noch saftiger? Dieser kleine Trick hilft
Wenn du sehr feste oder eher trockene Äpfel verwendest, kannst du die geschnittenen Apfelspalten vor dem Backen mit einem zusätzlichen Esslöffel Zitronensaft vermischen und etwa zehn Minuten stehen lassen.
Du kannst außerdem einen Teil der Äpfel kleiner würfeln und direkt unter den Teig heben. Die restlichen Apfelspalten kommen wie beschrieben oben auf den Kuchen.
Saftiger Apfelkuchen mit Mandeln
Sehr lecker wird der Kuchen auch mit Mandelblättchen. Streue einfach vor dem Backen etwa 30 bis 40 g Mandelblättchen über die Äpfel. Zusammen mit Zimt und Zucker werden sie im Ofen leicht geröstet und geben dem Kuchen zusätzlich etwas Biss.
Auch gehackte Walnüsse oder Haselnüsse passen hervorragend zu Äpfeln und Zimt.
Kann ich den Apfelkuchen am Vortag backen?
Unbedingt. Dieser einfache Apfelkuchen schmeckt frisch natürlich wunderbar, ist aber auch am nächsten Tag noch richtig schön saftig. Wenn er vollständig ausgekühlt ist, solltest du ihn gut abdecken und bei Zimmertemperatur oder an einem kühlen Ort aufbewahren.
Wenn es sehr warm ist oder du ihn länger aufheben möchtest, kommt er besser in den Kühlschrank. Vor dem Essen kannst du ihn einfach eine Weile bei Zimmertemperatur stehen lassen.
Dazu schmeckt der Apfelkuchen besonders gut
Ganz klassisch reicht etwas Puderzucker vollkommen aus. Wenn der Kuchen noch leicht warm ist, ist ein Klecks frisch geschlagene Sahne natürlich schwer zu schlagen.
Und wenn es ein richtiges Dessert werden darf: Eine Kugel Vanilleeis auf einem noch warmen Stück Apfelkuchen ist eine ziemlich gute Idee.
Einfacher saftiger Apfelkuchen für gemütliche Nachmittage
Ich mag Rezepte, für die man nicht erst zehn außergewöhnliche Zutaten einkaufen muss. Dieser saftige Apfelkuchen ist genau so ein Rezept. Gute Äpfel, Butter, Eier, Mehl und ein bisschen Zimt, viel mehr braucht es für einen richtig leckeren Kuchen gar nicht.
Er ist schnell zusammengerührt, einfach gebacken und funktioniert genauso gut für den Sonntagskaffee wie für spontanen Besuch. Und falls tatsächlich etwas übrig bleibt, kannst du dich am nächsten Tag freuen: Dann ist der Apfelkuchen meistens sogar noch ein bisschen saftiger geworden.
Wenn es einmal etwas aufwändiger sein darf, dann lege ich dir meinen Apfelkuchen mit Pudding und Quark-Sahne-Creme ans Herz. Für richtige Herbststimmung sorgen die Apfel-Zimtschnecken mit Vanilleguss.
Fotos: Adobe Stock: anna_shepulova
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