Hühnersuppe wie bei Oma | klassisches Rezept einfach selber machen

Omas Hühnersuppe kochen, Schritt für Schritt erklärt

Wenn die Nase läuft, der Hals kratzt und man sich am liebsten mit einer Wärmflasche ins Bett verkriechen möchte, ist eine heiße Hühnersuppe genau das Richtige. Schon unsere Großmütter schworen auf das vermeintliche Wundermittel gegen Erkältungen. Dabei ist die gute alte Hühnersuppe mehr als bloß ein Hausmittel aus Omas Kochbuch. Auch ganz ohne Schnupfen und Husten lohnt es sich, eine kräftige Hühnersuppe zu kochen. Aus einem Suppenhuhn, frischem Gemüse und ein bisschen Geduld entsteht eine wunderbar aromatische Brühe. Wie das klassische Rezept gelingt und was Hühnersuppe bei einer Erkältung tatsächlich bewirken kann, erfährst du hier.

Besonders gut schmeckt Hühnersuppe, wenn sie langsam köcheln darf. So bekommt die Brühe viel Geschmack und das Fleisch wird schön weich. Mit Nudeln, Reis oder einfach nur Gemüse lässt sie sich anschließend ganz nach Geschmack servieren.

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Hühnersuppe kochen: die Zutaten

Für etwa 6 Portionen brauchst du:

1 Suppenhuhn, etwa 1,5–2 kg
2,5–3 Liter kaltes Wasser
3 Möhren
1 Stück Knollensellerie, etwa 200 g
1 Stange Lauch
1 Zwiebel
1 Bund Petersilie
2 Lorbeerblätter
6–8 schwarze Pfefferkörner
2 TL Salz
optional 2–3 Wacholderbeeren
optional Suppennudeln, Reis oder Eierstich als Einlage. Tipp: Sternchennudeln begeistern auch Erwachsene.

Hühnersuppe selber machen

Das Suppenhuhn innen und außen kurz unter kaltem Wasser abspülen und in einen ausreichend großen Topf legen. Mit kaltem Wasser bedecken. Je nach Größe des Topfes und des Huhns brauchst du etwa 2,5 bis 3 Liter.

Das Wasser langsam erhitzen. Sobald sich an der Oberfläche Schaum bildet, kannst du ihn mit einer Schaumkelle oder einem großen Löffel abnehmen. Dadurch wird die Brühe später klarer.

Die Zwiebel halbieren. Für eine etwas kräftigere Farbe kannst du die Schnittflächen ohne Fett kurz in einer Pfanne kräftig anrösten.

Möhren und Sellerie putzen und grob schneiden. Den Lauch gründlich waschen und ebenfalls in größere Stücke schneiden. Gemüse, Zwiebel, Lorbeerblätter, Pfefferkörner und nach Wunsch Wacholderbeeren zum Huhn geben.

Die Hühnersuppe jetzt bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 1 ½ bis 2 Stunden sanft köcheln lassen. Sie sollte nicht stark sprudelnd kochen.

Anschließend das Suppenhuhn vorsichtig aus dem Topf nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Brühe durch ein Sieb gießen. Wer eine besonders klare Hühnerbrühe möchte, kann das Sieb zusätzlich mit einem sauberen Küchentuch auslegen.

Das Fleisch von Haut und Knochen lösen und in mundgerechte Stücke zupfen oder schneiden.

Für die fertige Suppe kannst du einen Teil der gekochten Möhren verwenden oder frische Möhren und etwas Lauch in der Brühe bissfest garen. Das Hühnerfleisch wieder dazugeben und die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Nach Wunsch Suppennudeln, Reis oder eine andere Einlage ergänzen. Zum Servieren mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.

Wie lange muss Hühnersuppe kochen?

Ein klassisches Suppenhuhn braucht normalerweise etwa 1 ½ bis 2 Stunden. Bei einem besonders großen Suppenhuhn können auch 2 ½ Stunden sinnvoll sein.
Entscheidend ist weniger die exakte Minute als das Ergebnis: Das Fleisch sollte sich leicht von den Knochen lösen lassen und die Brühe kräftig schmecken.
Wichtig ist außerdem, dass die Suppe nur sanft köchelt. Starkes Kochen macht die Brühe leichter trüb und bringt geschmacklich keinen Vorteil.

Warum setzt man die Suppe mit kaltem Wasser an?

Wenn du eine kräftige Brühe möchtest, solltest du das Huhn mit kaltem Wasser aufsetzen und anschließend langsam erhitzen. Dadurch können sich Geschmacksstoffe nach und nach aus Fleisch und Knochen lösen.

Das unterscheidet die Zubereitung einer guten Brühe beispielsweise vom Garen eines Hähnchens, bei dem vor allem das Fleisch selbst im Mittelpunkt steht.

Muss man den Schaum bei Hühnersuppe abschöpfen?

Beim Erhitzen sammeln sich Eiweißstoffe als grau-weißer Schaum an der Oberfläche. Gesundheitlich problematisch ist dieser Schaum nicht. Wenn du eine möglichst klare und appetitliche Brühe haben möchtest, solltest du ihn trotzdem abschöpfen.

Am einfachsten funktioniert das mit einer Schaumkelle. Warte dabei ruhig einige Minuten, bis sich etwas mehr Schaum gesammelt hat.

Welches Huhn eignet sich für Hühnersuppe?

Für eine klassische Hühnersuppe eignet sich ein Suppenhuhn besonders gut. Suppenhühner sind ältere Legehennen und haben festeres Fleisch als junge Masthähnchen. Dafür bringen sie viel Geschmack in die Brühe.

Ein normales Hähnchen kannst du ebenfalls verwenden. Die Brühe wird damit meist etwas milder und das Fleisch ist schneller gar.

Wenn der Geschmack der Brühe im Vordergrund steht, ist das Suppenhuhn deshalb meine erste Wahl.

Welches Gemüse gehört in eine klassische Hühnersuppe?

Die klassische Kombination besteht aus Möhren, Sellerie und Lauch. Dazu kommen Zwiebel und Petersilie. Im Supermarkt findest du diese Zusammenstellung häufig bereits als Suppengrün.
Mein heißer Tipp: ich habe immer eine kleine Portion fertiges Suppengemüse im TK. Entweder habe ich selbst Überschuss aus frischem Gemüse eingefroren oder ich habe es als Tiefkühlware gekauft.
Wenn mir das Suppengrün aus der Gemüseabteilung schon zu schlabberig ist, rettet dieser Vorrat den Suppenplan und ich kann mir auch spontan und ohne einzukaufen das Bedürfnis nach zB. einer Kartoffelsuppe erfüllen.

Du kannst das Suppengemüse natürlich ganz nach deinem Geschmack erweitern. Petersilienwurzel, Pastinake oder ein Stück Kohlrabi passen beispielsweise ebenfalls gut dazu.

Übrigens: das Gemüse, das während der gesamten Kochzeit in der Brühe war, ist anschließend sehr weich und hat einen großen Teil seines Geschmacks abgegeben. Für eine schöne Gemüseeinlage gebe ich deshalb gerne gegen Ende noch etwas frisches Gemüse in die fertige Brühe.

Welche Einlagen passen zu der Hühnerbrühe?

Ganz klassisch sind feine Suppennudeln. Auch Reis, Eierstich, Grießklößchen oder kleine Markklößchen passen hervorragend.

Mein Tipp: Suppennudeln koche ich am liebsten separat. Vor allem wenn Suppe übrig bleibt, ist das praktisch: Die Nudeln saugen sich im Kühlschrank sonst mit Brühe voll und werden sehr weich.

Kann man Hühnersuppe am Vortag kochen?

Ja, sogar sehr gut. Hühnersuppe lässt sich problemlos am Vortag vorbereiten. Nach dem Abkühlen bitte in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Tag hat sich das Fett an der Oberfläche verfestigt. Du kannst es nach Geschmack teilweise oder vollständig abnehmen. Danach die Suppe wieder gründlich erhitzen.

Wie lange hält sich die Suppe?

Im Kühlschrank hält sich frisch gekochte Hühnersuppe ungefähr 2 bis 3 Tage. Wichtig ist, dass sie nach dem Kochen nicht stundenlang bei Zimmertemperatur steht, sondern möglichst schnell heruntergekühlt wird.

Für eine längere Aufbewahrung kannst du Hühnersuppe sehr gut einfrieren.

Kann man die Suppe einfrieren?

Hühnersuppe eignet sich hervorragend zum Einfrieren. Brühe, Fleisch und Gemüse kannst du portionsweise in geeignete Behälter füllen und einfrieren.

Die Nudeln würde ich dabei weglassen und erst nach dem Auftauen frisch zubereiten. So behalten sie ihre Konsistenz.

Auch reine Hühnerbrühe lässt sich prima einfrieren und später als Grundlage für Suppen, Soßen oder andere Gerichte verwenden. Für eine sinnvolle Portionierung kannst du einen Eiswürfelbehälter verwenden. Wenn die Suppe durchgefroren ist, einfach in einen Zipbeutel oder eine große Gefrierdose umfüllen. Dann ist nicht die Eiswürfelform wochenlang mit der Hühnerbrühe besetzt 😉 und du kannst darin auch mein leckeres Kinderschokoladen-Eis zubereiten.

Warum hilft Hühnersuppe so gut bei einer Erkältung?

Heiße Hühnersuppe ist bei Erkältungen ein Klassiker. Schon die warme Flüssigkeit kann angenehm sein und trägt gleichzeitig zur Flüssigkeitszufuhr bei. Die Suppe liefert außerdem Eiweiß, Mineralstoffe und Energie und lässt sich häufig auch dann gut essen, wenn der Appetit nicht besonders groß ist.

Eine Erkältung heilen kann Hühnersuppe natürlich nicht. Als warme, leichte Mahlzeit ist sie trotzdem für viele Menschen genau das Richtige, wenn Hals und Nase gerade wenig Freude machen.

Mein Tipp für eine besonders kräftige Hühnersuppe

Gib der Suppe Zeit. Ein Suppenhuhn bei hoher Temperatur möglichst schnell weich zu kochen funktioniert zwar, eine langsam und nur leicht köchelnde Brühe schmeckt aber meist deutlich kräftiger.
Etwas intensiver wird sie, wenn du sie nach dem Herausnehmen von Huhn und Gemüse einige Minuten ohne Deckel einkochen lässt. Dadurch verdampft ein Teil des Wassers und der Geschmack konzentriert sich.

So entsteht aus wenigen einfachen Zutaten eine kräftige klassische Hühnersuppe, die sich wunderbar vorbereiten, einfrieren und immer wieder unterschiedlich servieren lässt.

Lass es dir gut schmecken, und falls du gerade kränkelst: gute Besserung!

Fotos: Adobe Stock: mizina, Marek, vaaseenaa, anna_shepulova, Joshua Resnick, nenetus

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Hühnersuppe wie bei Oma | klassisches Rezept einfach selber machen

Hühnersuppe Rezept wie bei Oma: Mit Suppenhuhn, frischem Gemüse und kräftiger Brühe. Einfach zu kochen und wohltuend bei Erkältung.
Gericht: Abendessen, Hauptgericht, Mittagessen, Suppe
Küche: Deutsch

Zutaten
  

Hühnersuppe kochen: die Zutaten
Für etwa 6 Portionen brauchst du:
  • 1 Suppenhuhn etwa 1,5–2 kg
  • 2,5 –3 Liter kaltes Wasser
  • 3 Möhren
  • 1 Stück Knollensellerie etwa 200 g
  • 1 Stange Lauch
  • 1 Zwiebel
  • 1 Bund Petersilie
  • 2 Lorbeerblätter
  • 6 –8 schwarze Pfefferkörner
  • 2 TL Salz
  • optional 2–3 Wacholderbeeren
optional Suppennudeln, Reis oder Eierstich als Einlage. Tipp: Sternchennudeln begeistern auch Erwachsene.

Methode
 

  1. Das Suppenhuhn innen und außen kurz unter kaltem Wasser abspülen und in einen ausreichend großen Topf legen. Mit kaltem Wasser bedecken. Je nach Größe des Topfes und des Huhns brauchst du etwa 2,5 bis 3 Liter.
  2. Das Wasser langsam erhitzen. Sobald sich an der Oberfläche Schaum bildet, kannst du ihn mit einer Schaumkelle oder einem großen Löffel abnehmen. Dadurch wird die Brühe später klarer.
  3. Die Zwiebel halbieren. Für eine etwas kräftigere Farbe kannst du die Schnittflächen ohne Fett kurz in einer Pfanne kräftig anrösten.
  4. Möhren und Sellerie putzen und grob schneiden. Den Lauch gründlich waschen und ebenfalls in größere Stücke schneiden. Gemüse, Zwiebel, Lorbeerblätter, Pfefferkörner und nach Wunsch Wacholderbeeren zum Huhn geben.
  5. Die Hühnersuppe jetzt bei niedriger bis mittlerer Hitze etwa 1 ½ bis 2 Stunden sanft köcheln lassen. Sie sollte nicht stark sprudelnd kochen.
  6. Anschließend das Suppenhuhn vorsichtig aus dem Topf nehmen und etwas abkühlen lassen. Die Brühe durch ein Sieb gießen. Wer eine besonders klare Hühnerbrühe möchte, kann das Sieb zusätzlich mit einem sauberen Küchentuch auslegen.
  7. Das Fleisch von Haut und Knochen lösen und in mundgerechte Stücke zupfen oder schneiden.
  8. Für die fertige Suppe kannst du einen Teil der gekochten Möhren verwenden oder frische Möhren und etwas Lauch in der Brühe bissfest garen. Das Hühnerfleisch wieder dazugeben und die Suppe mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  9. Nach Wunsch Suppennudeln, Reis oder eine andere Einlage ergänzen. Zum Servieren mit frisch gehackter Petersilie bestreuen.

Notizen

Achtung: oft steckt im Suppenhuhn noch ein Beutel. Entferne ihn vor dem Kochen. Darin befinden sich die Innereien. Ich verwende sie, um selbst gekochtes Katzenfutter zuzubereiten.
Tipp: Sternchennudeln begeistern auch Erwachsene ⭐️

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