Es ist Mitte Juli und ich bin schon voller Vorfreude auf den Herbst und die erste Steinpilzpfanne. Ich liebe es, wenn die Tage kürzer und kühler werden und die Blätter an den Bäumen ebenso wie das Angebot auf dem Wochenmarkt bunter werden. Oft lauere ich wochenlang darauf, dass endlich die Maronen angeboten werden. Ab da dauert es nicht mehr lange, bis die Steinpilze zu kaufen sind.
Ich zeige dir heute ein einfaches Rezept für gebratene Steinpilze und einen richtig schlauen Trick, wie du auch mit kleinerem Budget ganz viel Steinpilzaroma in deine Herbstrezepte bekommst.
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Rezept für cremige Steinpilzpfanne
Zutaten für 4 Portionen
- 500 g Nudeln nach Wahl (Tipp: probiere aromatisierte Steinpilzpasta, super lecker!)
- 500 g frische Steinpilze
- 1 große Zwiebel
- 2 Knoblauchzehen
- 250 ml Sahne
- 150 ml Gemüsebrühe
- 2 EL Butter
- 1 EL Olivenöl
- 60 g frisch geriebener Parmesan
- 2–3 EL gehackte Petersilie
- Salz
- frisch gemahlener Pfeffer
- etwas Muskatnuss (optional)
- Steinpilzpulver (optional)
Tipp für kleinere Budgets: Steinpilze können nicht gezüchtet werden. Sie werden von Hand im Wald gepflückt. Das erklärt den hohen Preis. Du kannst einen Teil der Steinpilze durch Champignons ersetzen und mit 1 Esslöffel Steinpilzpulver würzen. Das Pulver gibt einen wunderbaren Pilzgeschmack und ist sehr ergiebig. Ich nutze es zB auch, um Gerichten mit Champignons einen besonderen Kick zu verpassen. Und es ist grandios zu Bratkartoffeln und im Kartoffelauflauf.
Zubereitung der Steinpilzpfanne
1. Nudeln kochen
Die Nudeln nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser al dente garen und anschließend abgießen.
2. Steinpilze putzen
Die Steinpilze mit einem Pilzpinsel, einer weichen Bürste oder Küchenpapier vorsichtig von Erde und Nadeln befreien. Druckstellen oder trockene Stellen mit einem kleinen Messer entfernen. Nur stark verschmutzte Pilze ganz kurz unter fließendem Wasser abspülen und sofort gründlich trocken tupfen.
3. Pilze anbraten
Zwiebel fein würfeln und den Knoblauch hacken.
Butter und Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Die Zwiebeln glasig anschwitzen.
Anschließend die Steinpilze bei hoher Hitze portionsweise anbraten. Dadurch verdampft die Flüssigkeit schnell und die Pilze entwickeln schöne Röstaromen. Erst kurz vor Ende den Knoblauch hinzufügen.
4. Cremige Sauce zubereiten
Mit der Gemüsebrühe ablöschen und die Sahne einrühren.
Die Sauce einige Minuten leicht köcheln lassen, bis sie schön cremig wird. Parmesan unterrühren und mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat abschmecken.
5. Servieren
Die Nudeln direkt unter die Steinpilzpfanne mischen oder separat anrichten. Mit frischer Petersilie bestreuen und sofort servieren.
Welche Beilagen passen zur Steinpilzpfanne?
Die Steinpilzpfanne passt nicht nur zu Pasta. Das cremige Pilzgericht harmoniert auch hervorragend mit:
- Salzkartoffeln
- Petersilienkartoffeln
- Kartoffelpüree
- Semmelknödeln
- Serviettenknödeln
- Spätzle
- Rösti
- Polenta
- frischem Bauernbrot
- knusprigem Baguette
So lässt sich das Rezept immer wieder neu variieren.
Tipps für die Zubereitung von Steinpilzen
Steinpilze richtig putzen
Pilze sollten möglichst trocken gereinigt werden, da sie Wasser aufnehmen und dadurch an Aroma verlieren können.
Am besten eignet sich:
- ein Pilzpinsel
- eine weiche Gemüsebürste
- Küchenpapier
- ein kleines Messer zum Entfernen beschädigter Stellen
Nur wenn die Pilze sehr stark verschmutzt sind, dürfen sie kurz abgespült werden. Anschließend sollten sie sofort gründlich trockengetupft werden.
Wie bewahrt man Steinpilze richtig auf?
Markttag ist nicht immer der Tag, an dem auch die Steinpilzpfanne zubereitet wird. Das ist kein Problem, denn frische Steinpilze halten sich im Kühlschrank etwa ein bis zwei Tage.
Ideal ist eine Aufbewahrung:
- locker in Papier oder ein sauberes Geschirrtuch eingeschlagen
- in einer Papiertüte
- im Gemüsefach des Kühlschranks
Nicht geeignet sind luftdichte Plastikdosen oder verschlossene Beutel, da sich darin Feuchtigkeit sammelt und die Pilze schneller verderben.
Tipps für besonders aromatische Steinpilze
Steinpilze nicht waschen
Pilze saugen Wasser wie ein Schwamm auf. Deshalb genügt meist ein Pinsel oder Küchenpapier, um Erde zu entfernen.
Kräftig anbraten
Steinpilze entwickeln ihr volles Aroma erst bei hoher Hitze. Die Pfanne sollte daher gut vorgeheizt sein und nicht zu voll werden.
Getrocknete Steinpilze verwenden
Außerhalb der Saison sind getrocknete Steinpilze eine hervorragende Alternative. Einfach etwa 20 Minuten in warmem Wasser einweichen. Das Einweichwasser anschließend durch ein feines Sieb geben und als besonders aromatische Basis für die Sauce verwenden.
Frische Kräuter
Petersilie ist der Klassiker, aber auch Schnittlauch oder etwas Thymian passen hervorragend zu Steinpilzen.
Kann man Steinpilze haltbar machen?
Steinpilze gibt es immer nur für kurze Zeit frisch zu kaufen und obwohl ich Pilze über alles liebe, könnte ich nicht wochenlang jeden Tag Pilzgerichte essen. Daher hängen auf unserem Dachboden während der Steinpilzzeit immer Schnüre, an denen Pilzscheiben trocknen. So kann ich das ganze Jahr über Rezepte mit Steinpilzen zubereiten. Es gibt aber noch weitere Methoden, um Pilze haltbar zu machen:
Einfrieren
Frische Steinpilze können roh oder kurz angebraten eingefroren werden. Besonders praktisch ist es, sie bereits in Scheiben zu schneiden. So lassen sie sich später richtig gut portionieren und direkt in die heiße Pfanne geben.
Trocknen
Getrocknete Steinpilze besitzen ein besonders intensives Aroma. Vor der Verwendung werden sie etwa 20 bis 30 Minuten in warmem Wasser eingeweicht. Das aromatische Einweichwasser kann anschließend durch ein feines Sieb gegossen und für Suppen, Risotto oder die Steinpilzpfanne verwendet werden.
Einkochen
Auch das Einkochen in einem würzigen Sud ist möglich und macht Steinpilze über mehrere Monate haltbar.
Tipps für die perfekte Steinpilzpfanne
- Steinpilze immer bei hoher Hitze anbraten.
- Die Pfanne nicht zu voll machen, damit die Pilze rösten statt kochen.
- Parmesan erst zum Schluss unterrühren.
- Frische Petersilie bringt angenehme Frische in die cremige Sauce.
- Ein kleiner Spritzer Zitronensaft hebt das nussige Aroma der Steinpilze zusätzlich hervor.
Häufige Fragen zur Steinpilzpfanne
Kann ich auch getrocknete Steinpilze verwenden?
Ja. Sie sind außerhalb der Saison eine hervorragende Alternative und bringen sogar ein besonders intensives Pilzaroma mit.
Kann ich die Steinpilzpfanne vorbereiten?
Die Sauce lässt sich problemlos einen Tag im Voraus zubereiten und im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Servieren langsam erwärmen. Falls sie etwas eingedickt ist, einen kleinen Schuss Sahne oder Brühe hinzufügen.
Welche Nudeln passen am besten?
Besonders gut eignen sich Tagliatelle, Bandnudeln, Pappardelle, Linguine oder breite Eiernudeln, da sie die cremige Sauce hervorragend aufnehmen.
Cremige Steinpilzpfanne, der herbstliche Klassiker
Eine cremige Steinpilzpfanne gehört zu den schönsten Gerichten der Herbstküche. Das einfache Pfannengericht verbindet frische Waldpilze, eine samtige Sahnesauce und würzigen Parmesan zu einem echten Wohlfühlessen. Du kannst die gebratenen Steinpilze mit Nudeln, Kartoffeln, Knödeln oder frischem Brot servieren. Das gelingsichere Herbstrezept bringt den unverwechselbaren Geschmack der Pilzsaison auf den Teller und ist perfekt für windige, dunkle Tage, an denen man sich so richtig herbstlich fühlt.
Wenn die Steinpilzsaison beginnt und du Pilze gerne isst, empfehle ich dir, dieses einfache Rezept unbedingt auszuprobieren.
Fotos: Adobe Stock: runzelkorn, vpardi, Piotr Krzeslak, pbd Studio, HLPhoto, grinchh, bbivirys, FomaA, Paola Leone

















