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Alte Katzen im Sommer | Tipps, mit denen deine Senioren die Hitze gut überstehen

Im Sommer ist uns allen warm. Wir Menschen ziehen uns luftig an, kühlen uns mit eiskalten Getränken oder gehen baden. Aber was machen alte Katzen im Sommer? Sie haben nun mal einen dicken Pelz, sind eher wasserscheu und zu kalte Nahrung macht sie krank.

Unsere Sommer werden gefühlt immer heisser, die Fellnasen immer älter und die Hitze setzt ihnen mehr zu. Ich habe gemeinsam in den letzten drei Jahren mit meinen Katzenomas einiges ausprobiert, um die Hitze erträglicher zu machen. Es sind sowohl einfache Hausmittel dabei wie auch Dinge, die Du kaufen kannst und die oft auch für dich als Mensch den Sommer angenehmer machen.

Jede Katze ist individuell und auch bei uns in der Lebensgemeinschaft gibt es Vorlieben und Abneigungen. So liebt die eine die Kühlmatten, während die andere einen Bogen darum macht, sogar wenn ein Moltontuch darüber liegt.

Ausprobieren ist also das Wichtigste. Ich hoffe, Du findest hier die eine oder andere Anregung für dein Tier, egal ob Hund, Katze oder Kaninchen, jung oder alt.

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Einfach und wirkungsvoll: mehr zu trinken anbieten.

Das klingt erstmal sehr profan. Ich habe ja die tollen Trinkbrunnen, die hier sehr gut angenommen werden und nicht nur für eine größere Trinkmenge, sondern auch für manchen Pfotel-Spaß gut sind.

Da meine alten Damen bei der Hitze sehr träge werden und oft meine gesamte Nachtruhe mit mir im Bett verbringen, habe ich ihnen probehalber auch flache Näpfe mit frischem Wasser zum Trinken ans Bett gestellt.
Und was soll ich sagen? Auch nachdem der Reiz den Neuen verflogen ist, nutzen sie die Schälchen jede Nacht und schlabbern sie hin und wieder sogar komplett leer.

Für meine demente Oma habe ich daher noch ein Notklo ins Schlafzimmer gestellt. Auch dies wird gerne angenommen und ich weiss daher, dass das zusätzliche Wasserangebot zumindest bei ihr für mindestens ein kleines Geschäftchen mehr sorgt als üblich.

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Dies ist eine einfache und günstige Maßnahme, die ich euch allen zum Ausprobieren ans Herz legen möchte.

Der Knaller bei unseren alten Katzen im Sommer: die Mini-Klimaanlage!

Diese Mini-Klimaanlage habe ich letztes Jahr bei der Hitze eher aus Verzweiflung und ohne große Hoffnung gekauft. Natürlich ist es keine Klimaanlage. Es ist einfach ein Ventilator, der auch Wasser und/oder Eiswürfel verdunstet und durch höhere Luftfeuchtigkeit das Raumklima im Sommer etwas angenehmer macht.

Ich war erstaunt, wie angenehm das kleine Ding wirklich ist. Es macht in einem kleinen Umkreis wirklich ein wenig Kühle und die Katzen lieben den feuchten Luftstrom daraus über alles. Wenn das Gerät nicht an ist, habe ich schon mehrfach beobachtet, dass das Gerät intensiv beschmust und mit dem Köpfchen markiert wurde.

Wenn es ganz heiss ist, legen sich die Omas gerne direkt unter den Nebelschleier, rollen sich herum, soweit ihnen das noch möglich ist und zeigen mit jedem Teil ihrer Körpersprache, wie gut ihnen das tut.

Ventilatoren

Alte Katzen im Sommer | Tipps, mit denen deine Senioren die Hitze gut überstehen

Ventilatoren haben wir mittlerweile vermutlich alle daheim, da brauche ich nicht viel dazu zu schreiben. Wir haben einen Turmventilator, den ich für sehr sinnvoll halte, da er sich wenig bewegt und damit wenig Angst macht. Ausserdem kühlt er eher in Bodennähe statt irgendwo weiter oben wie ein runder Standventilator. Ich habe ihn so aufgestellt, dass er die Liegeplätze der Katzen etwas kühlt, ohne direkt auf die Deckchen zu pusten. Das funktioniert hervorragend.

Weiterhin habe ich einen USB-Ventilator, der eigentlich mal dazu gedacht war, mir die Arbeit im Home Office ein bisschen angenehmer zu machen. Aber wie das so ist mit Katzen: er liegt mittlerweile mit der Vorderseite auf der Netz-Fensterhängematte und kühlt die Hälfte des darunterliegenden Nestchens, so dass die darin liegende Mieze immer einen kühlen Popo hat 😁

Nasse Tücher

Du kannst nasse Tücher auf den Boden legen. Wenn deine alte Katze das mag, kann sie zum Beispiel eine oder mehrere Pfoten darauf ablegen und sich darüber Abkühlung verschaffen.

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Hilfreich kann es auch sein, die Katze mit einem kühlen, aber nur feuchten (nicht nassen!) Waschlappen sanft abzureiben. Hier musst du dich vorsichtig herantasten. Das mögen nicht alle Katzen. Wenn sie es erlaubt und vielleicht sogar genießt, wird die Verdunstungskälte der Feuchtigkeit ihr gute Linderung bei der Hitze verschaffen.

Kühlmatten für alte Katzen im Sommer

Kühlmatten sind mit Gel gefüllte, abwischbare Unterlagen, die eine kühle Liegefläche bieten. Man kann sie je nach Modell zusammenklappen und im Kühlschrank zusätzlich kühlen. Das ist aber nicht zwingend notwendig. Wenn eine Katze eine Weile darauf gelegen hat, wird die Matte natürlich warm, deshalb haben wir mehrere davon.

Bei uns werden sie unterschiedlich angenommen. Die eine Katzenoma wandert von Matte zu Matte und liegt sehr gerne darauf, egal ob mit oder ohne Moltontuch darüber.
Die andere möchte nicht mal mit der Pfote darauftreten, so suspekt sind ihr die Dinger.

Manchmal bekommt man sie im Angebot für unter 10 Euro. Spätestens dann würde ich immer zuschlagen und es zumindest ausprobieren. Denn wenn die Katze die Matte nicht will, könnt Ihr sie für euch nutzen und sie zum Beispiel unter den Schreibtisch legen und über eure Fußsohlen euren Körper ein wenig kühlen.

Gekühlte Getränke sind nicht nur bei Menschen der Renner

Wenn es so furchtbar heiss ist, dass bei unserer Oma-Oma der Kreislauf nicht mehr mitmachen mag, dann spätestens ist es Zeit für die Flaschen aus dem Kühlschrank! Und zwar zum Anlehnen, um damit zu streicheln oder um die Pfoten daran zu legen.

Anfangs wurden die kalten, beschlagenen Dinger skeptisch beäugt, aber als die Stubentiger merkten, welche Kälte von ihnen ausgeht, haben sie sie sofort in ihre kleinen Herzen geschlossen.

Wir reiben damit beim Kuscheln über das Fell und vorsichtig an den Rückseiten der Ohren. Oder wir legen sie einfach zu den Katzen, die dann selbst entscheiden, ob sie immer mal wieder die Pfötchen drandrücken oder ob sie sich komplett an die Flaschen kuscheln mögen. Dann am Besten ein Auge drauf haben und die Flasche immer mal wieder verschieben, damit es nicht an der einen Stelle zu kalt wird.

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Wir nutzen dafür kleine Glasflaschen, die bleiben länger kühl. Bitte nichts aus dem Eisfach geben, das wäre viel zu kalt! Und auch nichts aufzwingen, es muss freiwillig bleiben.

Was bei uns nicht funktioniert hat

Abschließend möchte ich noch kurz aufzählen, was wir vergebens probiert haben.

Katzenpudding: klingt erstmal total gut. Pudding aus spezieller Katzenmilch, perfekt zum Schlabbern und bringt zusätzliche Feuchtigkeit in den Katzenkörper. Hat zumindest bei uns trotz nicht so großer Mengen zu ziemlichem Durchfall geführt.

Flüssige Nahrung oder Katzensuppen: es gibt ganz viele tolle Angebote in dem Bereich. Eigentlich perfekt für die Katzenomas, die ohnehin nicht mehr so viel essen und von denen eine vor allem ihr Futter ableckt, anstatt es richtig zu essen.
Leider mögen sie es einfach nicht. Ich konnte alles weiterreichen an den Kater meiner Freundin und er hat es mit Behagen geschlabbert.
Daher hier die Empfehlung, es zumindest auszuprobieren.

Übrigens: meine demente Katzenoma hat mir geholfen, Musik für mein erstes Katzen-Beruhigungsmusik-Video auszusuchen. Sie liebt die Klänge und kann sich dabei wunderbar entspannen.
Weitere Videos folgen auf jeden Fall. Folge mir gerne auf meinem YouTube-Kanal und biete deiner Katze die Musik an. Vielleicht hilft sie ihr ebensogut bei der Entspannung wie bei meinen uralten Katzendamen.

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Und ganz zum Schluß noch zwei Dinge, die man nicht oft genug sagen und schreiben kann:

Lass im Sommer kein Tier und kein Kind im Auto! Nicht mal für eine Minute – einfach gar nicht!
Geh bei der Hitze mit deinem Hund auf Wiesen und Gras Gassi und nicht auf Asphalt!