Sauce Hollandaise hat bei mir einen Ehrenplatz. Sie gehört fest zu Spargel und Eiern Benedict, ist ein großartiger Begleiter zu jeder Gemüseplatte und zaubert aus jedem Resteessen einen cremigen Auflauf.
Lange habe ich entweder Tütchen verwendet oder einen kleinen Tetrapack aufgerissen. Dann hat mir meine Oma gezeigt, wie leicht sie zubereitet wird und mir damit gleichzeitig die Tür zu einem weiteren Geschmackslevel geöffnet. Keine noch so teure gekaufte Sauce Hollandaise kommt an die selbst zubereitete Variante heran. Schau, wie einfach es geht und probiere es unbedingt aus. Speichere dir den Artikel auf Pinterest, damit du das Rezept immer greifbar hast. Folge mir dort auch gerne!
Warum Sauce Hollandaise selbst machen?
Viele denken bei Sauce Hollandaise an Küchenstress, geronnene Eier und komplizierte Wasserbäder. In Wahrheit brauchst du nur wenige Zutaten, ein wenig Aufmerksamkeit und fünf bis zehn Minuten Zeit. Der Geschmack ist vollmundig, frisch, buttrig und deutlich feiner als bei Fertigprodukten.
Einfaches Rezept für Sauce Hollandaise
Zutaten für 4 Portionen
- 3 Eigelb
- 180 g Butter
- 2 EL Wasser
- 1 EL Zitronensaft
- 1 TL mittelscharfer Senf (optional, aber geschmacklich sehr gut)
- Salz
- weißer Pfeffer
- 1 Prise Zucker
Zubereitung
- Butter in einem kleinen Topf langsam schmelzen. Danach warm halten, aber nicht kochen lassen.
- Eigelb, Wasser und Zitronensaft in eine Metallschüssel oder einen kleinen Topf geben.
- Über einem heißen Wasserbad mit dem Schneebesen kräftig schlagen, bis die Masse hell und cremig wird.
- Nun die flüssige Butter erst tropfenweise, dann in dünnem Strahl unterschlagen. Immer weiter rühren.
- Senf, Salz, Pfeffer und eine kleine Prise Zucker einrühren.
- Sofort servieren oder kurz warm halten.
Wenn sie zu dick oder zu dünn wird
- Zu dick: 1–2 TL warmes Wasser einrühren.
- Zu dünn: Noch etwas länger über dem Wasserbad schlagen.
- Geronnen: Ein frisches Eigelb in einer zweiten Schüssel aufschlagen und die geronnene Sauce langsam unterschlagen.
Wozu passt Sauce Hollandaise?
Natürlich zu Spargel. Aber längst nicht nur dazu.
Die Holländische Soße ist sehr lecker zu:
- Brokkoli
- Blumenkohl
- Ofenkartoffeln
- Fischfilet (ja, wirklich!)
- pochierten Eiern
- Eier Benedict
- Hähnchenbrust
- überbackenen Resten vom Vortag
- Gemüseauflauf
Kleine Küchengeschichte: Woher kommt Sauce Hollandaise?
Trotz ihres Namens stammt Sauce Hollandaise vermutlich nicht direkt aus den Niederlanden. Der Name bedeutet schlicht „holländische Sauce“. Historiker vermuten, dass französische Köche im 17. Jahrhundert eine feine Buttersauce entwickelten, die mit holländischer Butter in Verbindung gebracht wurde. Später wurde sie zu einem Klassiker der französischen Küche und gehört heute zu den berühmten Grundsaucen. Frankreich und Niederlande dürfen sich also beide ein bisschen angesprochen fühlen.
Die Mutter vieler feiner Saucen
Sauce Hollandaise ist nicht nur für Spargel da. Sie gilt als klassische Grundsauce, aus der sich mit wenigen Zutaten weitere bekannte Varianten herstellen lassen. Wer sie beherrscht, hat also direkt mehrere Saucen in der Hinterhand.
Beliebte Abwandlungen:
- Sauce Béarnaise – mit Schalotten, Estragon und etwas Weißweinessig. Perfekt zu Steak, Fisch oder Kartoffeln.
- Malteser Sauce – mit Orangensaft und etwas Abrieb. Sehr fein zu Gemüse oder Fisch.
- Mousseline Sauce – mit geschlagener Sahne verfeinert, dadurch besonders locker.
- Senf-Hollandaise – mit etwas mehr Senf, gut zu Eiern, Kartoffeln oder Ofengemüse.
- Kräuter-Hollandaise – mit Schnittlauch, Petersilie oder Dill. Ideal im Frühling.
Das Schöne daran: Du brauchst nicht lernen, eine komplett neue Sauce zu kochen. Die Basis bleibt dieselbe – und mit kleinen Änderungen entsteht jedes Mal ein neuer Charakter. So wird aus einer Sauce schnell ein ganzes Repertoire.
Tipps für besonders guten Geschmack
- Butter nicht zu heiß einarbeiten
- lieber echte Zitrone als Zitronensaftkonzentrat
- mit einer Messerspitze Cayennepfeffer verfeinern
- ein kleiner Löffel Senf gibt Tiefe
- frisch servieren, dann schmeckt sie am allerbesten
FAQ zu Sauce Hollandaise
Kann man Sauce Hollandaise vorbereiten?
Ja, aber frisch ist sie am besten. Du kannst sie etwa 20–30 Minuten warm halten, zum Beispiel über lauwarmem Wasser.
Kann man Sauce Hollandaise aufheben?
Reste im Kühlschrank lagern und innerhalb von 1 Tag verbrauchen. Beim Erwärmen sehr vorsichtig vorgehen.
Kann man Sauce Hollandaise einfrieren?
Möglich ist es, ideal ist es nicht. Beim Auftauen kann sie sich trennen. Besser frisch machen.
Kann man sie ohne Wasserbad zubereiten?
Ja, mit sehr kleiner Hitze direkt im Topf. Das Wasserbad ist für Anfänger aber deutlich sicherer.
Warum schmeckt gekaufte Sauce anders?
Fertigsaucen arbeiten oft mit Stärke, Aromen oder anderen Fetten. Sie muss in dem Fall ja haltbar sein, da kann man nicht mit den besten Zutaten arbeiten. Selbst gemacht schmeckt natürlicher, frischer und runder.
Lies auch: alles, was du über Spargel wissen musst
Selbstgemachte Sauce Hollandaise ist immer ein Gewinn
Wer Sauce Hollandaise einmal selbst gemacht hat, schaut auf Tetrapacks plötzlich ganz anders. Sie ist schneller fertig als gedacht, braucht keine exotischen Zutaten und hebt einfache Gerichte sofort an. Gerade in der Spargelzeit lohnt sich das unbedingt.
Und jetzt entschuldige mich, ich muss in die Küche, ich habe jetzt solchen Appetit auf Eier Benedict!
Fotos: Adobe Stock: Maren Winter, valkyrielynn, Anatoly Repin, Jacek Chabraszewski
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